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Test und Bewertung: The Chronicles of Shakespeare: Romeo & Julia
Story: | gut 7/10 | ||
In „The Chronicles of Shakespeare: Romeo & Julia" wird der Spieler ins 16. Jahrhundert zurückversetzt und begleitet den damals noch unbekannten englischen Dichter William Shakespeare bei der Vollendung seiner Geschichte um Romeo und Julia. „The Chronicles of Shakespeare: Romeo & Julia" stellt kein klassisches Adventure dar, sondern ein Suchbild-Abenteuer oder sog. Wimmelbildspiel. D.h., die Spielszenen der Liebesgeschichte sind Suchbilder, die der Spieler vorrangig nach bestimmten Gegenständen abgesucht und diese ggf. an bestimmten Stellen verwendet. Zusätzlich gibt es Minispiele. Vom Spieler initiierte Dialoge mit anderen Charakteren, um Informationen zu sammeln, sind nicht Teil des Spiels - sie finden stattdessen in Videosequenzen statt. Diese Videosequenzen verbinden außerdem die einzelnen Szenen und Akte miteinander und erzählen so die Tragödie von Romeo und Julia.
Leider werden dem aufmerksamen Spieler in der Story von „The Chronicles of Shakespeare: Romeo & Julia" einige Lücken auffallen: Sowohl innerhalb der Liebesgeschichte bleibt so manches unklar, z.B. der Sinn der Buchstabenwürfel CAPULET, die Tugendprüfungen Romeos oder die Zwischenwelt am Spielende. Auch auf der privaten Seite Shakespeares schaffen eine zweite Anne - Shakespeares Frau - und der einschüchternde Bruder Stanleys Verwirrung. Es scheint so - vor allem nach einem Blick in das Walkthrough vom Publisher - als wären Story und Rätseldesign zwar von Grund auf sehr gut durchdacht, bei der Umsetzung jedoch zu viele Informationen und an den falschen Stellen weggelassen. Sehr schade.
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Grafik: | gut 7/10 | ||
„The Chronicles of Shakespeare: Romeo & Julia" bezaubert mit wunderschönen, romantisch und detailliert gezeichneten Schauplätzen, Charakteren und Videosequenzen. Die Szenenhintergründe sind teilweise etwas zu dunkel, um die aufzunehmenden Gegenstände erkennen zu können, z.B. Zahnrad in Kanalisation. Auch wirken die Untertitel und Videosequenzen leicht unscharf. Die Hintergrundzeichnungen und Spielfiguren sind überwiegend statisch. Animationen gibt es allenfalls in Form von sich bewegenden Elemente auf den Hintergrundzeichnungen wie Kerzenflackern oder aber die Lippenbewegungen der Personen. Letztere sind jedoch sehr einfach gehalten, völlig unsynchron, teilweise sogar fehlend.
Die Grafik kann problemlos auf Widescreen umgestellt, im Vollbildmodus oder Fenstermodus genutzt werden. Leider liegen die Videosequenzen nur mit einer geringen Auflösung vor, so dass sie im Vollbildmodus den Bildschirm nicht ausfüllen und mir persönlich ein ganzes Stück zu klein sind. | |||
Sound: | befriedigend 6/10 | ||
Ein besonderer Genuss ist der Eingangstitel des Spiels, da er sehr eingängig sowie äußerst passend zur Thematik ist und immer wieder kehrt. Die musikalische Untermalung der Spielszenen ist ruhiger Natur, eher unauffällig oder fehlt gänzlich. Dadurch wird sie nicht annähernd der Romantik und Dramatik der dargestellten Szenen gerecht, z.B. beim Kampf zwischen Tybalt und Mercutio oder dem tragischen Ende der Liebesgeschichte. Allerdings hat mir die Geräuschekulisse sehr gut gefallen, z.B. das Heulen des Windes, Türknarren, Pferdewiehern oder der Klang bei der Aufnahme eines Gegenstandes. Die Charaktere sprechen altertümlich, gereimt und an Shakespeares Schreibweise angepasst. Ihre Sprachausgabe ist sehr gut gelungen und mit professionellen Sprechern besetzt, z.B. der deutschen Stimme von Andy Garcia.
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Atmosphäre: | befriedigend 5/10 | ||
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Rätsel: | gut 7/10 | ||
Hauptaufgabe besteht einerseits darin, Objekte in den Spielszenen zu finden, z.B. Schlüssel - davon gibt es sehr viele im Spiel - um verschlossene Türen, Kommoden und Schatullen zu öffnen oder Kleidungsstücke, um Julias Engelskostüm für den Maskenball zusammenzustellen. Hat der Spieler einen solchen Auftrag erhalten und sich auf die Suche nach den dafür benötigten Objekten begeben, tun sich bei der Lösung immer neue Teilaufgaben auf. Das ist Spielsinn und auch passend, wenn man sich erst einmal an diese Spielweise gewöhnt hat. Für den Spieler sehr erlebnisreich gestaltet ist Romeos Flucht vor den wütenden Einwohnern Veronas. Denn nach den Spielszenen aus Romeos Perspektive sucht man anschließend mit Julia an denselben Schauplätzen, findet dort Hinweise und Gegenstände auf Romeos Aufenthaltsort. Zusätzlich gibt es viele Minispiele zu lösen, die geübten Adventure-Spielern zwar nicht besonders originell vorkommen und ziemlich leicht fallen werden, da die zugrunde liegenden Rätselmechanismen geläufig sind. Für Spieleinsteiger stellen die Minispiele dennoch eine Herausforderung dar, zumal es keine Anleitungen zur Funktionsweise gibt und sie auch nicht immer selbsterklärend sind. Obendrein steigt mit dem Voranschreiten im Spiel der Schwierigkeitsgrad: So erhält der Spieler ab Akt 3 zunehmend weniger schriftliche Aufträge und muss erst einmal selbst Anhaltspunkte für seine Aufgaben suchen. | |||
Gameplay/Steuerung: | gut 7/10 | ||
Im Spielfenster gibt es ein typisches Inventar am unteren Bildschirmrand, in dem sich jedoch nie viele Gegenstände befinden, da diese immer recht zeitnah verwendet werden. Praktisch: Im Inventar wird die Anzahl gefundener von gesuchten Gegenständen angezeigt (z.B. 4/5). Zusätzlich steht dem Spieler eine Objektliste am oberen Bildschirmrand zur Verfügung, in der die gerade gesuchten Objekte angezeigt werden - ein nützlicher Überblick. Sehr hilfreich für eine gezielte Orientierung auf den Suchbilder ist auch noch, dass die Gegenstände in der Objektliste anzeigen, wie genau der gesuchte Gegenstand aussieht.
Äußerst gewöhnungsbedürftig ist das Speichern im Spiel, denn das gibt es so nicht. Zu Spielbeginn legt der Spieler ein Profil unter seinem Namen an. Beim Beenden des Spiels wird nun automatisch der aktuelle Spielstand im ausgewählten Spielerprofil gespeichert und nur dort kann weitergespielt werden. Das ist zwar einerseits nützlich, da man sich nicht um das Speichern kümmern muss. Andererseits ist es aber sehr ärgerlich, wenn man Szenen gern noch einmal spielen oder Zwischensequenzen noch einmal anschauen will - sei es aus Interesse oder aufgrund von Bugs. Hier hilft nur: Spiel mit einem neuen Profil von vorn beginnen! Unerfreulich ist auch, dass einmal gespielte Akte nicht erneut gespielt werden können - erneut ein Widerspruch zum Handbuch. | |||
Fazit: |
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Spielinteressierte sollten beachten, dass „The Chronicles of Shakespeare: Romeo & Julia" eindeutig kein Adventure ist, sondern ein etwas aufwändiger gestaltetes Casual Game mit Wimmelbild-Charakter. Adventure-Fans, die Wert auf Interaktion, Dialoge, animierte Charaktere, knifflige Rätsel und lange Spieldauer legen, kommen bei diesem Suchbild-Spiel daher nicht auf ihre Kosten. Hingegen dürften Einsteiger und Gelegenheitsspieler, denen Adventure zu schwierig und zu lang sind, hier genau an der richtigen Adresse sein! Für diese Zielgruppe verspricht der erste Teil der literarischen Spielreihe einen kurzweiligen Ausflug in die Vergangenheit Shakespeares voller romantisch gezeichneter Suchbilder, Videosequenzen und durchaus herausfordernden Rätselaufgaben. Negative Aspekte: | |||
Bewertung: | |||
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Systemanforderungen:
Windows XP/Vista/7 512 MB RAM (1GB für Vista/7) | ||
Homepage: | |||
Publisher: | |||
Hersteller: | |||
geschrieben am 28.03.2011 von Jana Gläßer. | |||
Dieser Artikel wurde bereits 41734 mal angesehen.
Kommentar von Jana am 30.03.2011; 11:12:14 Uhr
Kommentar zu Test und Bewertung: The Chronicles of Shakespeare: Romeo & Julia |
Kommentar von Lara am 25.12.2011; 21:19:56 Uhr
Kommentar zu Test und Bewertung: The Chronicles of Shakespeare: Romeo & Julia |
Allerdings geht es an einigen Stellen nicht weiter oder ich kann nichts mehr machen, und muss das Spiel anderweitig beenden.
Sonst ist es ein gelungenes Spiel.
Kommentar von Jana am 31.01.2012; 22:10:39 Uhr
Kommentar zu Test und Bewertung: The Chronicles of Shakespeare: Romeo & Julia |


Kommentar von Tini am 29.03.2011; 10:12:24 Uhr
Kommentar zu Test und Bewertung: The Chronicles of Shakespeare: Romeo & Julia
Hätte dem Spiel deutlich weniger zugetraut.
Eure Tini